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Lass uns die Geschichte neu schreiben!

 

Es ist 100 Jahre her. Am 11. November 1918 endeten mit dem Waffenstillstand von Compiègne die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg.

An verschiedenen Orten in Europa erinnern dieser Tage Regierende, Museen, Stadträte und Stadträtinnen, Vereine und Familien an die Gräuel des mörderischen Konflikts.

Ist das nicht inzwischen irrelevant?

Nein, ist es nicht. Zum einen lässt sich der Krieg nicht einfach vergessen. Nicht nur verbieten es die Sinnlosigkeit und das schiere Ausmaß der Verschwendung von Menschenleben. Der Krieg geht auch nicht weg, nur weil er vorbei ist: Heute noch werden allein in Belgien pro Jahr über 200 Tonnen gefährliche Geschosse aus diesem Konflikt von den Behörden vernichtet, die irgendwo, meist von Bauern auf ihren Feldern, gefunden wurden. Zum anderen kommen einem die Ereignisse, die auf den Ersten Weltkrieg folgten, beim Überfliegen doch arg bekannt vor: zuerst die positive Wendung, demokratische Fortschritte – die parlamentarische Demokratie wird in Deutschland eingeführt -, Aufstieg des Internationalismus, wirtschaftlicher Aufschwung. Dann die negative Entwicklung, der Rückfall in Isolationismus und Protektionismus, die den Krieg zurück brachten.

Es scheint, als würden wir diesen Zyklus erneut durchleben, wenn auch in einem anderen Tempo. Nach einer langen Zeit des Aufbaus und Aufschwungs folgt eine Zeit des Blicks nach innen. In einem Europa, dass noch nie so reich war, noch nie so lang in Frieden lebte, machen sich wieder Angst und Missgunst breit. „Die Anderen“ sind wieder schuld. Solidarität, 2009 in den Wertekanon der Europäischen Union aufgenommen, scheint dazu bestimmt, eine leere Versprechung zu bleiben.

„Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

Wir dürfen nicht zulassen, dass der oben beschriebene Zyklus sich wiederholt. Wir wissen diesmal ja, wo es hinführt. Lass uns die Geschichte neu schreiben statt sie zu wiederholen. Lass uns darauf hinwirken, dass uns der Frieden lange erhalten bleibt, und ihn nutzen, um als Menschen zusammen zu wachsen.

Das ist der zentrale Gedanke meiner politischen Aktion.