talkto@gillesbordelais.eu +32 498 59 44 28; +49 179 4615239

#AlleAnBord – Mach mit!

Liebe Piraten, liebe Freunde,

Wir brauchen, um im Mai 2019 bei der Europawahl auf dem Wahlzettel zu stehen, 4000 Unterstützerunterschriften (a.k.a. UUs). Wir sind auf gutem Wege, es fehlen aber noch einige. Daher starten wir eine kleine Aktion. Ziel: bis Anfang 2019 2000 Unterschriften zu sammeln. Diese Aktion heißt #AlleAnBord: #AlleAnBord, denn jede/r kann mitmachen und hat was davon, auch wenn er/sie andere Themen beackert als die europäischen. #AlleAnBord, denn es gibt bei der Europawahl keine Prozent-Hürde, auch wir können einziehen und mitgestalten. Also, mitmachen, #AlleAnBord!

Was Ihr davon habt:

  • Ihr kommt ins Gespräch mit Menschen und erinnert diese daran, dass es uns noch gibt.
  • Ihr werdet selber feststellen, wie positiv Menschen auf uns reagieren, welche Themen Euch besonders gut liegen, welche Gesprächsstrategien Euch am Besten passen. Das sind unheimlich wertvolle Erfahrungen für den Wahlkampf 2019.
  • Ihr sammelt Geld für die Partei. Das kommt allen unserer Aktivitäten zugute.
  • Ihr ermöglicht uns die Teilnahme an der Europawahl 2019! Und gebt uns dadurch die Chance, Parteienfinanzierung zu erhalten (ab 0,5% der Stimmen). Wichtig!

Ich habe im Sommer angefangen, mich der Aufgabe „UUs-Sammeln“ zu widmen. Auf einer Demo für die Seenotrettung in Köln habe ich motivierte Piraten getroffen, und aus unserem Gespräch sind mehrere Termine entstanden. Bei #KölnzeigtHaltung, nachts im Studentenviertel, bei der Riesendemo für #Hambibleibt. Das hat echt gut geklappt und viel Spaß gemacht.

Auf dieser Erfahrung basierend möchte ich Euch Folgendes vorschlagen:

  1. Ihr nehmt Euch die nächste Menschenansammlung, die Euch gefällt. Am Besten etwas, wo Ihr sowieso hingegangen wärt. Straßenfest, Festival, Demo, alles geht. Hauptsache, es sind viele da und sie sind wegen des Anlasses gesprächsbereit, gut drauf.
  2. Ihr nehmt Kladden (mehrere, damit Leute auch gleichzeitig unterschreiben können), Stifte und Formulare. Fragt Eure Gliederung oder organisiert es selber, die Kosten sind wirklich gering. Formulare zum Download und was man im Anschluss damit macht, findet Ihr im Wiki.
  3. Ihr überlegt Euch eine zum Anlass passenden Anrede, die bei Eurem Gegenüber ein „Ja!“ produziert, oder etwas Sympatisches. Auf #KölnzeigtHaltung habe ich den Menschen unterstellt, sie seien sicher dafür, dass weniger rechte Idioten in die Parlamente einziehen, auf #HambiBleibt, dass sie vermutlich etwas gegen den Einfluss von Konzern-Lobbyisten haben. Da konnten sie nur „Ja!“ sagen.
  4. Wenn Ihr schon dabei seid, und es läuft gut, dann fragt doch auch, ob sie uns nicht eine Spende-SMS schicken wollen:
  5. Habt Spaß! Macht Bilder von Euch beim Sammeln, am Besten mit Piraten-Shirt/Jacke/Flagge/etc. und Formularen in der Hand, und postet sie auf Euren Kanälen mit den Hashtags #AlleAnBord oder #MachMit! Das animiert Eure Follower mitzumachen, und so erreichen wir das Ziel noch schneller!

Das war’s. Nach der Aktion schickt Ihr die ausgefüllten Formulare zur Bundesgeschäftsstelle.

Fertig!

Ich hoffe, Ich konnte Euch überzeugen mitzumachen. Wir sehen demnächst mit der Kladde in der Hand, auf der Straße! #AlleAnBord!

Lass uns die Geschichte neu schreiben!

 

Es ist 100 Jahre her. Am 11. November 1918 endeten mit dem Waffenstillstand von Compiègne die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg.

An verschiedenen Orten in Europa erinnern dieser Tage Regierende, Museen, Stadträte und Stadträtinnen, Vereine und Familien an die Gräuel des mörderischen Konflikts.

Ist das nicht inzwischen irrelevant?

Nein, ist es nicht. Zum einen lässt sich der Krieg nicht einfach vergessen. Nicht nur verbieten es die Sinnlosigkeit und das schiere Ausmaß der Verschwendung von Menschenleben. Der Krieg geht auch nicht weg, nur weil er vorbei ist: Heute noch werden allein in Belgien pro Jahr über 200 Tonnen gefährliche Geschosse aus diesem Konflikt von den Behörden vernichtet, die irgendwo, meist von Bauern auf ihren Feldern, gefunden wurden. Zum anderen kommen einem die Ereignisse, die auf den Ersten Weltkrieg folgten, beim Überfliegen doch arg bekannt vor: zuerst die positive Wendung, demokratische Fortschritte – die parlamentarische Demokratie wird in Deutschland eingeführt -, Aufstieg des Internationalismus, wirtschaftlicher Aufschwung. Dann die negative Entwicklung, der Rückfall in Isolationismus und Protektionismus, die den Krieg zurück brachten.

Es scheint, als würden wir diesen Zyklus erneut durchleben, wenn auch in einem anderen Tempo. Nach einer langen Zeit des Aufbaus und Aufschwungs folgt eine Zeit des Blicks nach innen. In einem Europa, dass noch nie so reich war, noch nie so lang in Frieden lebte, machen sich wieder Angst und Missgunst breit. „Die Anderen“ sind wieder schuld. Solidarität, 2009 in den Wertekanon der Europäischen Union aufgenommen, scheint dazu bestimmt, eine leere Versprechung zu bleiben.

„Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid.“

Wir dürfen nicht zulassen, dass der oben beschriebene Zyklus sich wiederholt. Wir wissen diesmal ja, wo es hinführt. Lass uns die Geschichte neu schreiben statt sie zu wiederholen. Lass uns darauf hinwirken, dass uns der Frieden lange erhalten bleibt, und ihn nutzen, um als Menschen zusammen zu wachsen.

Das ist der zentrale Gedanke meiner politischen Aktion.

Keine Festung Europa!

Vor drei Jahren gingen die Bilder vom ertrunkenen Alan Kurdî um die Welt. Der dreijährige Syrer kurdischer Abstammung kam zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder beim Versuch ums Leben, aus den Kriegsgebieten nach Europa zu flüchten. Die Bilder lösten eine Debatte über Migration sowie die Haltung der EU gegenüber Flüchtlingen aus. Die Unmenschlichkeit einer Politik, die Menschen auf der Flucht weiteren Gefahren aussetzt, statt ihnen zu helfen, wurde angeprangert. Leider veränderte sich dadurch die Grundeinstellung der Regierungen Europas in keinster Weise.

Stattdessen bauen europäische Staaten Internierungslager, riegeln ihre Grenzen mit Zäunen ab, finanzieren Überwachung bis ins Herz Afrikas, um Menschen noch effizienter an ihrer Flucht zu hindern. Wohl wissend, dass das nur eins bedeutet: die Flucht wird noch gefährlicher, es sterben mehr Menschen.

Dieses Europa wollen wir nicht. Es ist ein Europa, das seine ureigenen Werte wie Solidarität oder Achtung der Menschenrechte leugnet. Es ist ein Europa, in dem Fremdenfeindlichkeit salonfähig geworden ist: statt sich um eine Beruhigung der Lage zu bemühen, versteigt sich der rechtspopulistische Innenminister der Bundesrepublik kurz nach rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz dazu, Migration öffentlich als „Mutter aller Probleme“ zu bezeichnen.

Unser Europa hilft. Es hilft Menschen auf der Flucht, einfach und sicher ans Ziel zu kommen. Es hilft Geflüchteten, im neuen Land Fuß zu fassen, sprachlich, kulturell, in der Bildung oder auf dem Arbeitsmarkt. Dieses, ein besseres Europa, ist möglich!

Die Not der Flüchtenden darf nicht verharmlost werden. Um es mit Warsan Shire zu sagen:

you have to understand,
that no one puts their children in a boat
unless the water is safer than the land

 

 

Es gibt mehr!

Das ist nicht alles. Probiere mal die anderen Sprachen. Oder lese mein Manifest, A Europe you want.